Ein Donnerstagabend im August 2023, Rendsburger Hohes Arsenal. Agrarminister Werner Schwarz, Bauernpräsident Klaus-Peter Lucht und Bent Nicolaisen, Sprecher der Volksbanken Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein, überreichen den erstmals vergebenen VR-Förderpreis Landwirtschaft. Den ersten Platz und 7.000 Euro bekommt unser Pflanzenkohle-Projekt aus Osterrade. Wir mussten beide kurz daran denken, wie das alles angefangen hatte. Mit vielen Ideen und später einem kleinen Eimer voller Kohle.
Der VR-Förderpreis Landwirtschaft: Wofür er steht
Der Preis wurde von den schleswig-holsteinischen Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Bauernverband Schleswig-Holstein gegründet, unter der Schirmherrschaft von Landwirtschaftsminister Werner Schwarz. Er zeichnet Betriebe aus, die neue Wege gehen: in der Bewirtschaftung, im Tierwohl, in der Direktvermarktung oder, wie bei uns, im Klimaschutz. 27 Betriebe aus ganz Schleswig-Holstein hatten sich beworben. Eine Fachjury wählte drei Finalisten aus, die endgültige Platzierung entschied sich zu 50 Prozent durch die Jury und zu 50 Prozent durch ein Online-Publikumsvoting mit fast 3.000 Beteiligten.
Rang zwei belegte das Sozialprojekt Greencare am Stadtrand von Lübeck, Rang drei der Hof Bielfeldt aus Bünsdorf mit dem Tierwohl-Projekt Glücksstück.
Regionaler Klimaschutz mit wirtschaftlicher Substanz: die Jury-Begründung
Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die Innovation aus Dithmarschen Klimaschutz regional und wirtschaftlich praktiziere. Genau das war von Anfang an unser Anspruch. Keine Forschungsanlage, die nur auf dem Papier funktioniert, sondern ein Betriebsmodell, das Pflanzenkohle aus regionalen Reststoffen herstellt, CO₂ bindet, Wärme erzeugt und sich dabei wirtschaftlich trägt.
Was nach dem Preis folgte
Der VR-Förderpreis war kein Schlusspunkt. Es war ein Startschuss. 2.000 Tonnen CO₂ pro Jahr sind unser Ziel, und unsere Anlage soll als Demonstrationsprojekt für andere Landwirte dienen, die ähnliche Modelle entwickeln wollen. Dass der Preis im Folgejahr fortgeführt wird, freut uns. Es braucht diese Bühnen für Betriebe, die etwas wagen.