BetoREC: Pflanzenkohle als Betonzusatz und neues Forschungsprojekt mit 175.578 Euro EFRE-Förderung

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Im Februar 2026 haben wir von der WTSH den Zuwendungsbescheid für das Projekt BetoREC erhalten. Fördersumme: 175.578 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Laufzeit: November 2025 bis Oktober 2028. Pflanzenkohle im Beton. Das ist ein neues Kapitel. Für uns und für die Branche.

Was BetoREC konkret erforscht: Betonrecyclat und Pyrolysekohle als Zementersatz

BetoREC untersucht zwei Fragen: Kann Betonrecyclat als Rohzementersatz in der Betonproduktion eingesetzt werden? Und kann Pyrolysekohle als Zusatzstoff in Beton funktionieren? Letzeres ist unser zentraler Beitrag. Wir arbeiten dabei mit der FH Westküste und dem Betonsteinwerk Heide Ernst Schröder GmbH & Co. KG zusammen. Dass das kein unrealistisches Szenario ist, zeigt ein Blick nach Basel: Dort läuft seit 2022 ein Pilotprojekt mit CO₂-negativem Pflanzenkohle-Asphalt, mit so positiven Ergebnissen, dass er künftig bei allen Straßensanierungen eingesetzt werden soll. In Deutschland fehlt bisher systematische Forschung zu vergleichbaren Anwendungen. BetoREC soll diese Lücke schließen.

Ein neuer Markt für Pflanzenkohle: Warum das Bauwesen entscheidend sein könnte

Wir haben immer gesagt: Pflanzenkohle ist kein Einprodukt. Landwirtschaft, Tierhaltung, Energieversorgung, und jetzt Bauwesen. Wenn sich Pflanzenkohle als Betonzusatz bewährt und die CO₂-Bilanz von Bauwerken messbar verbessert, öffnet das einen der größten denkbaren Absatzmärkte für Biochar. Die Bauindustrie ist für rund acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Selbst ein kleiner Hebel dort erzeugt eine enorme Wirkung. Ob das funktioniert, müssen die nächsten Jahre zeigen. Die Förderquote von 60 Prozent durch EFRE-Mittel und unser Eigenanteil von 40 Prozent spiegeln das Risiko wider, das wir gemeinsam mit der öffentlichen Hand tragen.

Transparenz über den Förderweg: Wie Forschungsförderung in der Praxis aussieht

BetoREC haben wir im Mai 2025 beantragt. Nach Ergänzungen im September und Oktober 2025 begann der Bewilligungszeitraum im November 2025, der Bescheid kam im Februar 2026. Neun Monate vom Antrag bis zur Bewilligung. Das ist die Realität öffentlicher Forschungsförderung, und wir sagen das ohne Vorwurf. Wir schreiben darüber, weil diese Transparenz nützlich ist, für andere Betriebe, die ähnliche Wege gehen wollen. Und weil öffentliche Mittel öffentliche Rechenschaft verdienen.

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